Gleich vornweg die persönliche Meinung des Autors: Es ist schon mehr als bedauerlich, dass in diesem Jahr nicht unmittelbar vor oder nach dem Karwendel Cup der Marina Preis im CVT am Gardasee stattgefunden hat. Warum auch immer wurde der Termin eben jener Regatta mehrfach verlegt, zuletzt auf einen Termin im Juli. Gelitten hat die Meldezahl des Karwendel Cups, denn der besondere Reiz vor allem für weitangereiste Segler aus dem Ausland liegt ja darin, beide Regatten in Folge zu segeln. Der Marina Preis entfiel wegen fehlender Meldungen vollständig. Das erste Mal seit Jahrzehnten. Was soll man da noch sagen …

Jetzt aber zum Karwendel Cup: 22 Boote am Start waren dann doch ein ordentliches Feld, das vor allem aber mit mehreren Deutschen und Österreichischen Meistern am Start tip top besetzt war. Und es ging knapp zu in allen Wettfahrten, so dass bis unmittelbar vor der Siegerehrung niemand wusste, wer am Ende tatsächlich oben auf dem Stockerl stehen würde.

Alle 8 Wettfahrten waren von drehenden Winden geprägt auch ­– ganz untypisch – die Nordwind Wettfahrten am Samstagnachmittag. Ganz am Ende konnten sich Kai-Uwe Lüdtke und Kai Schäfers mit GER 88 mit 19 Punkten punktgleich vor den Vorjahrs- und Vorvorjahressiegern Felix Albert und Lukas Merz GER 222 durchsetzen. Und auf dem dritten Platz landeten – ebenfalls mit 19 Punkten! – Shmuel Markhoff und Lars Stockmann GER 98. Geht´s noch knapper?

Auch in dieser Ausgabe des Karwendel Cups gab´s ein Rahmenprogramm, das wie immer keine Wünsche offenließ: Burgeressen am Donnerstag, Grillen am Freitag und die legendäre Bootshausparty bis tief in die Nacht am Samstag. Und lauter glückliche Gesichter am Sonntag bei der Siegerehrung unter der heißen Sommersonne.

Darüber könnte man südlich des Brenners mal nachdenken …

Hier findet Ihr das Gesamtergebnis.

MARC AUT8