Endlich Saisonstart! Am ersten Juliwochenende machten sich 4 FDs mit österreichischer Beteiligung zur ersten Regatta der Saison auf den Weg nach Lipno in Tschechien. Lipno kann man sicherlich immer noch als Geheimtipp bezeichnen. Zumindest in meinem Segler-Umfeld kennt niemand Lipno und man kann sagen, dann hat man was verpasst. Allein landschaftlich ist der 35km lange und 40 qkm große Stausee der Moldau eine Reise wert. Touristisch gut erschlossen, preiswert und wunderschön und dennoch nicht überlaufen, wird man hier mir großer Gastfreundschaft empfangen.  Südböhmen sollte auch ohne Segeln auf der Agenda aller Naturliebhaber stehen. Und seglerisch lässt das Review keine Wünsche offen. Im Regattagebiet so groß, so dass man Kurse nach allen Windrichtungen auslegen kann. Wind, viel Wind, wie wir an allen drei Tagen erleben konnten und vor allem eine exzellente Regattaleitung, die mit höchstem Anspruch die 4 Bootsklassen über einen meisterschaftswürdigen Kurs lotsten: Mit den 13 FDs waren noch Kadett, Fireballs und 29er am Start, welche an 4 Tagen die Tschechische Meisterschaft aussegelten. So unterschiedliche Bootsklassen mit insgesamt knapp 70 Booten über einen Kurs zu schicken, ohne dass sich die Klassen gegenseitig behindern oder lange Wartezeiten entstanden und dabei ständig auf größere Dreher hin den Kurs zu korrigieren – großer Respekt!

Und der Wind drehte ständig und kräftig, Bootsspeed allein war noch keine Garantie für den Erfolg. Böen bis zu 30 Knoten machten die insgesamt 9 Wettfahrten zu einer echten sportlichen Herausforderung, so dass am dritten Tag nachdem Gerhard Ulrich und Thomas Oswald berufsbedingt abreisen mussten, auch die restlichen der o.g. 4 FDs sich entschlossen, die letzten beiden Wettfahren sausen zu lassen und Material und Gesundheit zu schonen. Herausragend war die Leistung von Jiri Hruby und Roman Houdek, die mit 7 ersten Plätzen das Feld dominierten und sich immer wieder in Führung segelten. Bestes österreichisches Team wurde Gerhard Ulrich und Thomas Oswald auf dem 3. Platz. 

Hier findet Ihr das Gesamtergebnis

Wir fahren definitiv wieder nach Lipno – der Katzensprung über die Grenze ist dieses Revier sicherlich wert. Marc Strittmatter